Fatima Serin lebt in Saarbrücken (Saarland) und ist hauptberuflich Tänzerin, Choreografin und Lehrerin des orientalischen Tanzes. Geboren und aufgewachsen in der Türkei sind ihr orientalische Musik und orientalischer Tanz von klein auf vertraut.

Schon als Kind in der Kinderfolkloregruppe der Schule begeisterte es sie, vor einem Publikum zu stehen, den Applaus zu hören und zu sehen, wie die Menschen sich freuen. Dies hat sie schon damals beflügelt, daraus erwuchs der Wunsch, das Tanzen zum Beruf zu machen.
Als junges Mädchen kam sie mit ihrer Familie nach Deutschland. Hier fand sie schon bald Anschluss an die »Bauchtanzszene« und konnte schnell einen guten Einblick in die orientalische Tanzwelt in Deutschland gewinnen.

Ihre internationale Tanz- und Unterrichtskarriere führte sie in viele Länder, darunter Belgien und Frankreich, Finnland und Dänemark, Österreich und die Schweiz, Indien, Thailand, Singapur und Japan. Mehrmonatige Engagements mit Shows und Auftritten in Tunesien, Marokko, Istanbul und Kairo und Asien haben sie ebenso inspiriert und ihrenTanz- und Unterrichtsstil enorm bereichert wie die Begegnung mit renommierten Tanzlehrerinnen und -lehrern.

Neben der im Vordergrund stehenden Freude an der Bewegung ist der orientalische Tanz für sie ein wertvolles Kulturgut, das sie pflegen und weiter tragen möchte. In Saarbrücken hält sie regelmäßig Kurse ab – auf den verschiedensten Niveaus, von Anfängerinnen bis weit Fortgeschrittene – und trainiert mehrere Tanzgruppen. Bundesweit und im Ausland leitet sie Bauchtanz-Workshops, meist bei international renommierten Tanzfestivals. Auf Fachmessen hält sie Vorträge über den Orient und den orientalischen Tanz.
Orientalischer Tanz ist mehr als getanzte Erotik. Seine Tradition reicht zurück bis nach Afrika und ins alte Ägypten. Ihrem Publikum möchte sie zeigen, wie ästhetisch und anspruchsvoll dieser Tanz ist, und ihm etwas von der orientalischen Lebensfreude und dem Lebensgefühl vermitteln. Sie liebt die spontane Improvisation auf Livemusik, choreografiert aber auch sehr gerne. Ihre Kostüme lässt sie sich eigens als Unikate in Istanbul und in Kairo anfertigen.

Ihr Unterricht basiert in der Hauptsache auf dem ägyptischen Stil. Aber sie unterrichtet auch mit großem Erfolg den türkischen und den libanesischen Tanzstil. Dabei ist ihr wichtig, dass ihre Schülerinnen ihren eigenen Stil entwickeln und Spaß am Tanzen haben. Sie lernen nicht nur die Tanzschritte und -bewegungen, sondern erfahren auch viel Hintergrundwissen über die orientalische Kultur.

Ihr Wunsch ist ein friedliches Miteinander unterschiedlicher Kulturen. Diesem Gedanken folgt auch das von ihr seit Jahren sehr erfolgreich organisierte Merhaba-Tanzfestival in Saarbrücken, das als einziges orientalisches Tanzfestival der Region jährlich stattfindet und zu dem isie Tänzerinnen und Tänzer aus aller Welt einläd, um ihre Kunst vorzuführen und in Workshops zu vermitteln.